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Ökumenisches Forum Neuenbürg

Das aktuelle Programm des Ökumenischen Forums Neuenbürg finden Sie hier:

http://www.eb-schwarzwald.de/files/OEFN2-2016web.pdf



Freitag, 30.09.2016 - 18.00 Uhr
Neuenbürg, Katholische Kirche Heilig Kreuz
"Der Schatz der Kirche ist das Evangelium!"
Kirchenreform heute? Ein ökumenischer Gottesdienst
Wir schreiben das Jahr 1517. Ein Jahr zuvor hatte das Bistum Meißen den Dominikanermönch Johann Tetzel damit beauftragt, den Ablasshandel für den Bau des Petersdoms in Rom voranzutreiben. Martin Luther, im benachbarten
Wittenberg auf diese Missbräuche aufmerksam geworden, stellt dem gegenüber die leistungsfreie Gnadenzusage des Neuen Testaments und will mit seinem Thesenanschlag die Kirche wieder auf den rechten Weg bringen. Der Schatz der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, der Schatz des Evangeliums soll für die Kirche neu gehoben werden. Aus der Reform wurde jedoch die Reformation, mit der sich das Ökumenische Forum Neuenbürg im kommenden halben Jahr auseinandersetzen wird. In einem ökumenischen Gottesdienst wollen wir fragen, was aus diesem Schatz des Evangeliums in den christlichen Konfessionen
geworden ist, was Luther heute den Kirchen auf die Kirchentüre schreiben müsste.
Veranstalter: Ökumenisches Forum Neuenbürg - Musikalische Gestaltung: Michael Koller

Donnerstag, 27.10.2016 – 14.30 Uhr
Neuenbürg, Evang. Gemeindehaus am Schlossberg
„Er ist wieder da“ - Martin Luther und die deutsche Leitkultur
Plötzlich ist es wieder modern, von der Rettung des christlichen Abendlandes zu sprechen. "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes"
(Pegida) in Dresden und Vertreter der "Alternative für Deutschland" (AfD) warnen vor einer angeblich drohen- den Islamisierung und fordern mit anderen eine deutsche Leitkultur. Können Sie sich dabei bei Martin Luther bedienen? Schließlich hatte der Reformator zu seiner Zeit ebenfalls ein klares Feindbild. Neben den Schwärmern und Ketzern in den eigenen christlichen Reihen gehörten dazu in erster Linie der Papst und die Türken bzw. der Islam und seinen Jihadisten.
Der Referent widmet sich der aktuellen Diskussion um eine "deutsche Leitkultur", sucht nach Gründen für das Erstarken eines wachsenden Spektrums rechtsextremer bis nationalkonservativer Positionen und fragt nach: Taugt Martin Luther wirklich als Gallionsfigur für Bewegungen, die sich um Frauke Petry und Alexander Gauwald scharen?
Referent: Dr. Ulrich Bausch, Politikwissenschaftler, Leiter der VHS Reutlingen
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person (incl. Gebäck und Kaffee). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Ökum. Forum Neuenbürg

Donnerstag, 17.11.2016- 14.30 Uhr
Neuenbürg, Evang. Gemeindehaus am Schlossberg
Sprengsätze der Reformation - Nachwirkungen der Anliegen Martin Luthers
Die Reformation ist zu einem Bestandteil unserer kulturellen und religiösen Tradition geworden. Aber es stellt sich die Frage, ob wir diese Tradition noch kennen und wie wir mit ihr umgehen. Gustav Mahler schrieb einmal: Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. An diesem Nachmittag laden wir zum Nachdenken darüber ein, ob in Sachen Reformation unter der Asche der Tradition noch ausreichend Glut vorhanden ist. Anregungen bieten dazu die vier so genannten Exklusiv-Bestimmungen von Martin Luther: Christus ALLEIN, ALLEIN aus Gnade, ALLEIN durch den Glauben, ALLEIN die Heilige Schrift. Diese Bestimmungen, deren jede auch eine Abgrenzung enthält,
wirkten damals in den Herzen vieler Gläubigen wie Feuerfunken und erwiesen sich in ihrem Zusammenhang als Sprengsätze. Bis heute wirken die Folgen
nach: die Trennung der Kirchen und gesellschaftliche Umbrüche in einem neuen Geist der Freiheit. Was bleibt davon? Was ist heute in einem neuen Licht zu
betrachten? Wovon können und müssen wir uns abgrenzen? Was geben wir als Feuer weiter?
Referent: Eberhard Lempp, Pfarrer i.R., Tübingen
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person (incl. Gebäck und Kaffee). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Ökumenisches Forum Neuenbürg

Donnerstag, 15.12.2016 - 14.30 Uhr
Neuenbürg, Ev. Gemeindehaus am Schlossberg
Das zerschnittene Tischtuch des Abendmahls
– Perspektiven für eine gegenseitige Annäherung
Seit 500 Jahren ist das Tischtuch des Abendmahls zerschnitten. Auch wenn es mittlerweile ökumenische Gottesdienste zwischen den unterschiedlichen Konfessionen gibt, bleibt das Abendmahl für diese Gemeinschaft ausgeschlossen. Vor allem konfessionsverschiedene Ehen leiden darunter und wünschen sich sehnlich, dass katholische und evangelische Christen endlich wieder am gemeinsamen Abendmahlstisch Platz finden. Warum ist das immer noch nicht möglich? Welche Schritte sind nötig, um das zerschnittene Tischtuch nach und nach wieder zu flicken? Wird es irgendwann möglich sein, ähnlich wie bei der Rechtfertigungslehre einen Konsens zu finden, der uns wieder im Abendmahl
vereint?
Referent: Hans-Joachim Remmert, Diplom-Theologe und Bildungsreferent der keb Nördlicher Schwarzwald
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person (incl. Gebäck und Kaffee). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Ökumenisches Forum Neuenbürg

Donnerstag, 26.01.2017 - 14.30 Uhr
Neuenbürg, Ev. Gemeindehaus am Schlossberg
Martin Luther aus katholischer Sicht
500 Jahre ist es nun her, dass Martin Luther mit seinen berühmten 95 Thesen zur akademischen Disputation aufrief und viel mehr damit auslöste, was letztendlich
zur Kirchenspaltung führte. Es begann eine Zeit, in der sich Theologen beider Kirchen gegenseitig in die Hölle schickten. Bis ins vergangene Jahrhundert hinein wurde Martin Luther in der katholischen Kirche als Ketzer gesehen. Schon vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben katholische Theologen einen neuen Blick auf Martin Luther gewagt. Die mit dem Konzil einhergehenden theologischen
Veränderungen schufen nicht nur eine Basis für die Ökumene, sondern ermöglichten auch, Martin Luther nicht nur als Reformator zu betrachten, sondern
ihn auch als katholischen Reformer zu würdigen. Wie stellt sich Martin Luther heute aus katholischer Sicht dar? Welche Anstöße Martin Luthers haben letztlich
auch entscheidend zu veränderungen in der katholischen Kirche beigetragen?
Referent: Domkapitular Dr. Heinz Detlef Stäps, Theologe und promovierter Historiker, Diözese Rottenburg-Stuttgart
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person (incl. Gebäck und Kaffee). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Ökumenisches Forum Neuenbürg

Donnerstag, 23.02.2017, 14.30 Uhr
Neuenbürg, Evang. Gemeindehaus am Schlossberg
Kann das gutgehen? - Eine konfessionsverbindende Ehe und dann noch zwischen zwei Theologen?
Mittlerweile sind „gemischt-konfessionelle“ Familien keine Ausnahmen mehr. Etwa ein Drittel der kirchlich getrauten Paare lebt in dieser Situation. Was heißt das
aber für den persönlichen All- und Sonntag, welche beruflichen Konsequenzen können sich ergeben und welche religiöse Identität ist erlebbar? Der Referent antwortet auf diese Fragen mit seiner ganz persönlichen Erfahrung aus 32 Ehejahren mit einer evangelischen Pfarrerin. Darüber hinaus will er aber auch die kirchenrechtlichen und theologischen Themen in den Blick nehmen, die sich aus einer konfessionsverbindenden Familie ergeben.
Referent: Wolfgang Baur, katholischer Theologe, stellv. Direktor des Kath. Bibelwerks, Stuttgart
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person (incl. Gebäck und Kaffee). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter: Ökumenisches Forum Neuenbürg