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Nachmittagsakademie Calw

Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27

Das aktuelle Programm der Nachmittagsakademie finde Sie hier:

Jesiden – Volk zwischen den Fronten
Geschichte der Verfolgung einer religiösen Minderheit

Mittwoch, 05.04.2017 – 14.30 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
Jesiden – Volk zwischen den Fronten
Geschichte der Verfolgung einer religiösen Minderheit
Das Jesidentum ist eine religiöse Minderheit, die ursprünglich in Kurdistan beheimatet war. Im August 2014 berichteten die internationalen Medien über die Jagd des „Islamischen Staates“ auf Jesiden. Über Monate hinweg waren zehntausende Flüchtlinge im kargen Sindschar-Gebirge im Nordirak eingeschlossen. Bis dahin gab es kaum Informationen über die Jesiden. Karl May hat in seinem Roman „Durchs wilde Kurdistan“ (1892) das Volk als „Teufelsanbeter“ beschrieben. Damit folgte er – wie andere – einer sehr verhängnisvollen Fehlinterpretation. Es ist das Ergebnis einer Fehlinterpretation der Rolle des Jesidi Tawusi Melek („Der Pfau-Engel“). Die Referentin geht auf die Geschichte und Traditionen der Jesiden ein und befasst sich mit den Herausforderungen, denen das jesidische Volk aufgrund von Massakern, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt ist.
Referentin: Dr. Khanna Omarkhali, Seminar für Iranistik, Georg-August-Universität, Göttingen
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person incl. Kaffee und Gebäck
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Die „Täufer“ – Vom „linken Flügel der
Reformation“ bis zur heutigen "Friedenskirche“ der Mennoniten

Mittwoch, 26.04.2017 – 14.30 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27

Neben dem lutherischen und dem reformierten Zweig gab es auch einen dritten, noch radikaleren Zweig der Reformation. Für seine Anhänger war die Reformation nach Luther und Zwingli auf halbem Wege stehen geblieben. Sie propagierten die Erwachsenentaufe und bestanden darauf, die Bergpredigt wörtlich zu nehmen, samt Verweigerung des Eids und von Gewalt. Auch Martin Luther war die Bewegung ein Dorn im Auge, er billigte sogar die brutale Verfolgung und Unterdrückung der „Wiedertäufer“. Flucht und Verfolgung gehören zur Geschichte der Bewegung, aus der unter anderen die Hutterer und die Mennoniten hervorgegangen sind. Erst vor wenigen Jahren kam es zu einer Aussöhnung zwischen den lutherischen Kirchen und den Mennoniten.
Referentin: Pfarrerin Annette Kick, Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Stuttgart
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person incl. Kaffee und Gebäck
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Das Ende naht – Separatisten auf dem Weg zum Erlöser

Mittwoch, 10.05.2017 - 14.30 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
Das Ende naht – Separatisten auf dem Weg zum Erlöser
Geschichte einer Auswanderung vor 200 Jahren aus Schwaikheim - Vor dem Hintergrund großer Not in Württemberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam der Pietismus dem damaligen Hang zur Mystik und Schwärmerei sehr entgegen. Aber daneben gab es auch die „Separatisten“. Sie warfen der Evangelischen Kirche vor, sie sei Wegbereiterin des Katholizismus, strebe die Vereinigung der beiden Konfessionen an. Separatisten in Schwaikheim weigerten sich, ihre Kinder taufen zu lassen und lehnten den Militärdienst ab. Wegen der Unterdrückung ihres Glaubens und der Unfreiheit fühlten sich viele nicht mehr wohl in der Heimat. Sie sahen ihre Rettung darin, beim Weltende dem kommenden Erlöser möglichst nahe zu sein. Zwischen 1816 und 1819 machten sich 630 Menschen aus der Region auf den Weg zum Berg Ararat. Ihre bewegte Geschichte ist Ausdruck eines ganz besonderen Glaubenszeugnisses.
Referent: Pfr. Dr. Peter Haigis, Kernen i.R. - Stetten
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person incl. Kaffee und Gebäck
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Sinti und Roma – die kaum aufgearbeitete Geschichte einer Ausgrenzung

Mittwoch, 21.06.2017 – 14.30 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
Sinti und Roma – die kaum aufgearbeitete Geschichte einer Ausgrenzung
Fast alle Kirchengemeinden erwiesen sich als unsolidarisch, als Sinti und Roma (überwiegend Christen) in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Eine lange „Tradition“ der Ausgrenzung ging solcher Haltung voraus. 1495 wurden die Sinti durch den Reichstag von Freiburg für vogelfrei erklärt. Zwischen 1750 und 1850 wurde ihnen untersagt, sich niederzulassen oder gar Grundbesitz zu erwerben.
Der Jahrhunderte lang aufgezwungene Lebensunterhalt durch Wandergewerbe wurde ihnen danach zum Vorwurf gemacht. Das Klischee, sie zögen umher, stammt aus dieser Zeit, und noch immer werden in Verbindung mit dem Schimpfwort „Zigeuner“ eine ganze Reihe weiterer Vorurteile verbreitet. Auch die Geschichte der Rückkehrer aus den KZs und Zwangsarbeiterlagern in der Nachkriegszeit ist ein blinder Fleck im öffentlichen Bewusstsein.
Referent: Pfr. Dr. Andreas Hoffmann-Richter, Landeskirchlicher Beauftragter für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma in Baden-Württemberg, Ulm
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person incl. Kaffee und Gebäck
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Von Gott und seinen sieben Engeln – Die Überwindung des Bösen im Schöpfungsmythos der Jesiden

Mittwoch, 12.07.2017 – 14.30 Uhr
Calw, Haus der Kirche, Badstraße 27
Von Gott und seinen sieben Engeln – Die Überwindung des Bösen im Schöpfungsmythos der Jesiden
Die Religion der Jesiden ist eine alte, über Jahrtausende im Orient gewachsene Religion. Ihr religiöses Wissen wurde und wird mündlich in der Priesterschicht tradiert. Gegenüber Außenstehenden pflegt man „Arkandisziplin“ und „Taqiyya“. Solche Abgrenzung und „Geheimhaltung“ sorgen für Misstrauen und Gerüchtebildung in der Umwelt. Im Vortrag wird erklärt, wie Mythos, Feste und soziale Strukturen das Leben der Jesiden prägen. Die Referentin hat sich mit jesidischen Traditionen befasst. Sie stellt im Rahmen ihres Beitrags interessante Bezüge zum Christentum und Islam wie auch zu vorchristlichen und vorislamischen orientalischen Religionen her.
Referenten: Dr. Bärbel Dümler, katholische Theologin und Orientalistin, Uni Tübingen (derzeit Istanbul)
Teilnehmerbeitrag: 5,00 € pro Person incl. Kaffee und Gebäck
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw

Ein Tagesausflug auf den Württemberg - Auf den Spuren der Königin Katharina

Donnerstag, 13.07.2017 – 08.45 Uhr bis 18.15 Uhr
Stuttgart-Rotenberg/Uhlbach/Obertürkheim
Ein Tagesausflug auf den Württemberg - Auf den Spuren der Königin Katharina
Nur 28 Jahre ist sie alt geworden. Drei Jahre lang war sie nur Königin von Württemberg. Und dennoch hat sie wie keine andere soziale Strukturen aufgebaut, die Armut und Not lindern sollten: das Katharinenhospital in Stuttgart, die Sparkassen, das Königin-Katharina-Stift, ein Gymnasium für Mädchen in Stuttgart.
Am Morgen werden wir in der Grabkapelle auf dem Württemberg den Spuren dieser bedeutenden Frau begegnen. Nach dem Mittagessen werden wir das Weinbaumuseum in Uhlbach besichtigen. Dort besteht die Möglichkeit, die Weine zu verkosten, die um den Württemberg herum wachsen, oder einen Kaffee zu trinken. Seinen Abschluss findet die Exkursion in der über 500 Jahre alten evangelischen Petruskirche in Obertürkheim.
Abfahrt: um 8.00 Uhr ab Katholische Kirche Neuenbürg und um 8.45 Uhr ab Alter Bahnhof Calw. Rückkehr gegen 18.15 Uhr in Calw und gegen 19.00 Uhr in Neuenbürg.
Kosten: 33 € - darin enthalten Fahrt in modernem Reisebus, Eintritt und Führung in der Grabkapelle und im Weinbaumuseum. (Essen und Getränke sind selbst zu zahlen.)
Anmeldung bis spätestens 5.7.2016 bei der keb Nördlicher Schwarzwald, Bozener Straße 40/1, 75365 Calw-Heumaden, Tel. 07051 70338, Fax 07051 70394, Email: Info@keb-noerdlicherschwarzwald.de, an und überweisen Sie den Teilnehmerbeitrag von 33 € gleichzeitig auf das Konto der keb, IBAN: DE19 6665 0085 0000 1669 87, Sparkasse Pforzheim-Calw. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Er zählt das Eingangsdatum der Anmeldung. Es gelten die Allgemeinen Veranstaltungsbedingungen der keb nördlicher Schwarzwald.
Veranstalter: Nachmittagsakademie Calw und Ökumenisches Forum Neuenbürg