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Für Flüchtlinge, in der Kneipe und zur Eigenreflexion
Michael Krämer: Chef der Katholischen Erwachsenenbildung sagt Adieu

Die erste Aufgabe eines Erwachsenenbildners sei das Erkennen der „Zeichen der Zeit“, sagt der Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) in der Diözese, Michael Krämer. „Über aller Kompetenzvermittlung steht ein prophetischer Auftrag“, so seine Überzeugung nach knapp 30 Jahren Erfahrung in der Bildungsarbeit der Diözese. Zum Ende des Monats geht Michael Krämer (65) in den Ruhestand. Am Freitag (8. Juli) wird der Theologe, Germanist und Philosoph im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart offiziell verabschiedet.
„Bildungsunverdächtige Orte“ und „Flüchtlingsarbeit“ führt Krämer an, wenn es um Beispiele für „Zeichen der Zeit“ geht. Längst nicht mehr nur in geschlossenen Räumen sei die keb zu Hause, sondern auch im Kino, im Café und in der Kneipe, auf Gartenschauen und Flohmärkten, sagt Krämer. Mit Eintreffen der Flüchtlinge Anfang 2015 habe die keb ganz neue Veranstaltungsformen und Modelle entwickelt: neben Sprachkursen für Flüchtlinge vor allem Veranstaltungen zur gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung und mit großer Resonanz solche, die Unterstützung bieten für Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.
Als Vorsitzender der Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (Kilag) hatte Krämer sich im vergangenen Jahr nachdrücklich für das Bildungszeitgesetz und den Weiterbildungspakt in Baden-Württemberg eingesetzt. Dass diese Neuerung nun wieder in Frage gestellt werde, hält er keineswegs für das richtige Zeichen in dieser Zeit: „Letztendlich bin ich mir sicher, dass das Gesetz sogar für die Wirtschaft von Vorteil ist“. Durch Weiterbildung blieben Menschen reflexionsfähig und motiviert, kämen mit neuen Ideen und fühlten sich als Menschen wertgeschätzt. „Das Angehen der Wirtschaft gegen das Gesetz dürfte bei den betroffenen Menschen den Eindruck erzeugen, dass sie nur als Rädchen im Getriebe, das gut geölt sein soll, gesehen werden. Nicht aber als Menschen, die sie vor allem sind“, kritisiert Krämer.
Seiner Leidenschaft, dem Lesen, wird Krämer Im Ruhestand vermehrt nachkommen und dann auch seine vor 30 Jahren erstmals angebotene „LiteraTour“ nach drei Jahren Unterbrechung wieder fortsetzen: In Zusammenarbeit mit der keb geht der Literaturwissenschaftler jeweils im Herbst mit einer Analyse und einem Überblick über rund 100 Neuerscheinungen deutschsprachiger Autoren auf Tour durch Baden-Württemberg.
Michael Krämer wurde 1950 in Holzwickede bei Dortmund geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. In Münster studierte er Katholische Theologie, Germanistik und Philosophie. Seine Promotion schrieb er über die Lyrik Paul Celans beim späteren Limburger Bischof Franz Kamphaus und dem Fundamentaltheologen Johann Baptist Metz.
Von 1978 bis 1980 war er Kulturreferent an der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg, anschließend bis 1987 Dozent für praktische Theologie und Religionspädagogik an der Uni Bielefeld. Seit 1987 ist Michael Krämer als Referent in der Erwachsenenbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig, seit Oktober 2009 ist er deren Leiter.
In den Jahren 2014 und 2015 war Krämer Vorsitzender der Kilag, 2013 und seit 2016 deren stellv. Vorsitzender.
Ein Interview mit Michael Krämer ist aktuell zu lesen auf der Website der Diözese unter http://www.drs.de/profil/glaubenszeugnis/interviews-glauben-heute/literatur-und-theologie.html

Herzlich willkommen!

Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Calw und im südlichen Enzkreis
- die keb Nördlicher Schwarzwald -
grüßt Sie auf dieser Internetpräsenz
und freut sich, wenn Sie an den hier angebotenen Veranstaltungen teilnehmen.
Unser aktuelles Programmheft:

Paris, Stadt der Liebe
2015 Ort sinnloser, fanatischer Gewalt
Religion ohne Vernunft
Menschen verachtend
gottlos
Hass und Tod statt Liebe und Leben
Paris, Stadt der Liebe - voll von Tränen

Ohne Bildung
wird Glaube zu Fanatismus
wird Religion kopflos
ist Gott nicht denkbar
ist die Welt vernunftlos
gibt es keine Hoffnung und Gerechtigkeit für alle
Ohne Bildung kann die Liebe nicht wirklich regieren!

Wir brauchen Bildung,
um Fanatismus und Ungerechtigkeit
überwinden zu können;
um Religion und Glaube
nicht vernunftlos erscheinen zu lassen;
um die Menschenfreundlichkeit Gottes
vor dieser Welt offenbar werden zu lassen.

Das ist letztlich der Grund, warum es die keb Nördlicher Schwarzwald gibt, warum Sie dieses Programm in Ihren Händen halten!
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf Ihre Anregungen.


Ihre Peter Schlang Hans-Joachim Remmert
Vorsitzender Bildungsreferent

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Sie wünschen sich ein bestimmtes Vortragsthema, mehr Erwachsenenbildungsveranstaltungen in Ihrer Kirchengemeinde?

Sie würden sich gerne in Ihrem Ehrenamt fortbilden und sind auf der Suche nach qualifizierenden Fortbildungsmaßnahmen?

Sie haben ein Anliegen in Sachen Erwachsenenbildung?

Dann wenden Sie sich bitte an unseren
Dekanats- und Bildungsreferenten
Hans-Joachim Remmert.

Sie erreichen ihn unter
Tel. 07051-703-48 oder -38 (Sekretariat)
oder über Email:
Hans-Joachim.Remmert@drs.de.